Besoldung im höheren Dienst – das "Gehalt" von Juristen in der Verwaltung

Als Jurist in den öffentlichen Dienst zu gehen bietet Vorteile wie einen sicheren Arbeitsplatz und gute Work-Life-Balance. Potenzielle Arbeitgeber wie das Auswärtige Amt, die Europäische Kommission, das Bundeskriminal- und das Bundeskartellamt gelten als attraktiv für Jura-Absolventen.

Verwaltungsjuristen sind vor allem in der Verwaltung auf Bundes-, Landes- oder auf kommunaler Ebene angestellt. Bund und Länder bieten den Juristen mit ihren Ministerien, nachgeordneten Behörden und Einrichtungen vielfältige Einsatzgebiete. Mehr als 11.000 Kommunen bieten Jobs in verschiedenen Fachämtern. Auf internationaler Ebene können Juristen z.B. bei der Europäische Union, der NATO oder dem Europarat tätig werden.

Zu den öffentlichen Arbeitgebern für Juristen zählt auch die Bundeswehr. Sie bietet verschiedene Karriereoptionen. In der Wehrverwaltung ähneln die Aufgaben denen von Verwaltungsjuristen bei Städten und Gemeinden. Juristen in der Rechtspflege beraten das militärische Führungspersonal und sind als Wehrdisziplinaranwalt tätig. Beim Einstieg als Stabsoffizier bekleiden die Juristen den Rang eines Majors und werden als Offiziere in Führungspositionen eingesetzt.

Auch die Polizei bietet dem Juristen ein umfassendes Jobprofil: Einsatzleitung bei einer Großdemonstration, Koordination von Streifenpolizisten oder die Beantwortung von Rechtsfragen am Schreibtisch. Voraussetzung für Kandidaten sind zwei mindestens befriedigende Examina und eine gute körperliche Verfassung.

Besoldung im höheren Dienst für Beamte der Bundesverwaltung

Exemplarische PositionBesoldungsstufeMittelwert Max.
Regierungsrat, Kriminalrat, MajorA134.458 €5.731 €
Oberregierungsrat, Polizeioberrat, OberstleutnantA144.584 €6.234 €
Regierungsdirektor, PolizeidirektorA155.603 €7.039 €
Leitender Regierungsdirektor, Leitender Polizeidirektor, OberstA166.181 €7.841 €

Die Besoldungsgruppen A13 bis A16 bestimmen das Gehalt für Beamte im höheren Dienst.

Die Position des Regierungsrates wird mit der Gruppe A13 besoldet. In großen Behörden ist er meist einem Referatsleiter unterstellt und agiert als Vorgesetzter der übrigen Mitarbeiter eines Referates. In kleineren Dienststellen kann er die Funktion eines Referatsleiters, Sachgebietsleiters oder Abteilungsleiters ausüben.

Beförderungsämter sind der Oberregierungsrat in A14, der Regierungsdirektor in A15 und der Leitende Regierungsdirektor in A16.

Neben Besoldungsgruppe und –stufe beeinflussen zahlreiche weitere Faktoren das Einkommen und es gibt große bundeslandabhängige Unterschiede. Der Jurist in A13 Stufe 5 im nördlichen Schleswig-Holstein bezieht einen Sold von 4.325 Euro. Der Jurist im südlichen Bundesland Baden-Württemberg bekommt ungefähr 4.524 Euro als monatliches Gehalt.

Gehalt beim Berufseinstieg als Jurist im höheren Dienst

Steigt man als Jurist im höheren Dienst in der Gruppe A13 Stufe 3 ein, verdient man in Rheinland-Pfalz mit 3.971 Euro sehr wenig, dicht gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern. Höhere Einstiegsgehälter erzielt der Jurist in Sachsen mit knapp 4.200 Euro.

Besoldung im höheren Dienst für Beamte der Bundesverwaltung

RegionBesoldungsgruppeniedrigste Stufehöchste Stufe
Baden-Württemberg A134.524 €5.587 €
BayernA134.579 €5.417 €
BerlinA134.090 €5.319 €
BrandenburgA134.210 €5.418 €
BremenA134.328 €5.331 €
HamburgA134.299 €5.369 €
HessenA134.051 €5.174 €
Mecklenburg-VorpommernA133.893 €5.267 €
NiedersachsenA134.175 €5.401 €
Nordrhein-WestfalenA134.402 €5.422 €
Rheinland-PfalzA133.971 €5.377 €
SaarlandA134.109 €5.290 €
SachsenA134.596 €5.716 €
Sachsen-AnhaltA134.189 €5.411 €
Schleswig-HolsteinA134.325 €5.334 €
ThüringenA134.209 €5.438 €

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