ClickCeaseDLA Piper: Grundgehalt steigt auf 100.000 Euro
DLA Piper

Grund­ge­halt steigt auf 100.000 Euro

Lesedauer: 2 Minuten

DLA Piper will attraktiver werden für angehende Anwälte. Die Kanzlei erhöht deshalb das Grundgehalt für Berufseinsteiger auf 100.000 Euro. Und es kann mit einem variablen Bestandteil plus einem Bonus weiter aufgestockt werden.

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Auch DLA Piper gehört nun zum Kreis der Wirtschaftskanzleien, die ihren Berufsanfängern ein sechsstelliges Einstiegshalt bieten. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. Mai hat die Kanzlei das Grundgehalt für Associates im ersten Berufsjahr von bislang 90.000 auf jetzt 100.000 Euro angehoben. Je nach Zusatzqualifikationen, die der Neueinsteiger mitbringt, kann es sogar bis zu 115.000 Euro geben.

In den Folgejahren steigt das Gehalt in Schritten von jeweils 5.000 Euro an. Senior Associates, also Anwälte im vierten Berufsjahr, erhalten künftig 120.000 bis 125.000 Euro. Zu diesem Grundgehalt kommt der sogenannte Zielbonus in Höhe von 15.000 Euro hinzu – bisher waren es 10.000 Euro. Dafür muss der Associate mindestens 1.755 Stunden auf Mandaten gearbeitet oder für Aufgaben verwendet haben, die der Kanzlei insgesamt nutzen, etwa Recruiting, Wissensmanagement oder Pro-Bono-Arbeit. Für alle weiteren je 100 aufgeschriebenen Stunden, die so genannten "client hours recorded", kommen je 5.000 Euro hinzu.

In der Regel gibt es den Zielbonus ab dem zweiten Berufsjahr. Aber auch Berufseinsteiger haben die Möglichkeit, für den Zielbonus zu optieren. Sie starten dann mit einem Grundgehalt von 95.000 Euro, das sie mit dem Zielbonus auf mindestens 110.000 Euro steigern können, sagt Christian Bieler, der den Bereich Human Resources bei DLA Piper in Deutschland leitet, im Gespräch mit LTO.

Abstand zu Wettbewerbern reduziert

Neben dem Zielbonus sieht die Kanzlei außerdem einen freiwilligen Erfolgsbonus vor, der unabhängig vom bloßen Arbeitsumfang weitere Leistungen honoriert, zum Beispiel die Generierung von Geschäft oder die Entwicklung eines neuen Bereichs.

Das Gehaltssystem aus Grundgehalt, Zielbonus und Erfolgsbonus hat DLA Piper vor etwas mehr als zwei Jahren eingeführt. Damals hatte Prof. Dr. Stefan Engels, der für das Personalwesen zuständige Partner der Sozietät, im LTO-Interview gesagt, man wolle damit mehr Transparenz schaffen und zudem diejenigen belohnen, die über das von der Kanzlei erwartete Maß hinaus mehr leisten.

Mit der Erhöhung des Grundgehalts verringert DLA Piper den Abstand zu den Wettbewerbern, der sich zuletzt etwas vergrößert hatte. Denn viele der international tätigen Großkanzleien haben die Einstiegsgehälter in der Vergangenheit angehoben, ein sechsstelliges Gehalt für Berufseinsteiger gilt dort inzwischen als durchaus üblich.

Beispielsweise zahlen CMS, Dentons oder Jones Day ihren Berufseinsteigern ebenfalls 100.000 Euro pro Jahr. Allen & Overy, Latham & Watkins, Linklaters und Freshfields legen sogar 120.000 Euro auf den Tisch. Top-Bezahler in Deutschland ist Sullivan & Cromwell. Hier starten junge Juristen mit 145.000 Euro Jahresgehalt - zuzüglich Bonus. 

ah/tap/LTO-Redaktion

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