Christoph, 7. Semester

"Man wird als Generalist ausgebildet und hat später viele Berufsmöglichkeiten."

LTO: Wie lief der Einstieg ins Studium?

Christoph: Der Einstieg ins Studium war für mich wie ein Wurf ins kalte Wasser. Ich kam ohne große Vorahnung an die Universität und musste mich zunächst in der Stadt einleben, neue Freunde kennenlernen und im Studium zurecht finden. Ich hatte von anderen Menschen gehört, dass Jura sehr schwer sei, viele damit nicht zurechtkämen und in den ersten Semestern stark selektiert werde. Allerdings hat sich das von selbst geregelt: Nach dem ersten Semester waren wir schon viel weniger Leute, und diejenigen, die Jura gut fanden und mochten, haben weiter gemacht. Man merkt im Rahmen der ersten beiden Semester, ob Jura einem liegt und man sich wirklich dafür interessiert.

LTO: Wie gut hast Du Kontakt zu Deinen Kommilitonen gefunden?

Christoph: Ich hab schnell Zugang gefunden, sowohl mit Berlinern als auch mit Nicht-Berlinern. Einige sind jetzt enge Freunde und die meisten Bekannten sieht man oft an der Uni, zum Beispiel im Café TIM's.

Mein Tipp: Sich in den ersten Wochen aktiv darum bemühen, Kontakte zu knüpfen, da gerade am Anfang viele sehr kontaktfreudig sind und sich relativ schnell Gruppen bilden. Man findet aber auch den Anschluss während des Studiums, da man relativ einfach neue Leute während Seminaren oder speziellen Vorlesungen kennenlernen kann.

LTO: Was gefällt Dir an Deinem Studium bisher gut?

Christoph: Gut gefällt mir die analytische Denkweise und das problemorientierte Denken. Auch ist das Studium sehr abwechslungsreich durch die Vermittlung von Fachwissen in allen drei großen Rechtsgebieten. Man lernt insgesamt sehr viel, ist damit als Generalist sehr gut aufgestellt und hat später viele Berufsmöglichkeiten.

LTO: Was gefällt Dir nicht so gut?

Christoph: Die Struktur und der Aufbau könnten noch etwas besser sein. Ich würde mir wünschen, dass das Studium mehr an das Bachelor-Master-System angelehnt wird und man die Studienleistungen während des Studiums schon für den Abschluss anerkennen lassen kann. Immerhin fließt der Schwerpunkt mit dreißig Prozent ins Examen ein. Auch wäre es schön, wenn man mit dem Abschluss des Schwerpunktes den Bachelor of Laws erhalten könnte und nicht alles mit dem Staatsexamen steht oder fällt.

LTO: Warum hast Du Dich für Berlin entschieden?

Christoph: Ich komme aus Mülheim an der Ruhr und wollte unbedingt in eine größere Stadt ziehen. Berlin ist da als Hauptstadt und größte Stadt in Deutschland besonders attraktiv. Gerade im Bereich Recht gibt es besonders viel in Berlin und Umgebung zu entdecken. Viele Arbeitgeber und Kanzleien sind hier ansässig. Außerdem genießt die Universität und Fakultät einen sehr guten Ruf.

LTO:Wurden Deine Erwartungen bisher erfüllt?

Christoph: Auf jeden Fall! Man lebt hier wie in einem kleinen Film. Man gewöhnt sich zwar mit der Zeit an die vielen Denkmäler und historischen Gebäude hier. "Unter den Linden" aber herrscht einfach eine schöne Atmosphäre und es motiviert mich auch in historischen Gebäuden zu studieren.

LTO:Was gefällt dir an der HU gut? Was nicht so gut?

Christoph: Die Betreuung durch Arbeitsgemeinschaften gefällt mir sehr gut. Jeder kann ohne Anmeldung hingehen und die Fallbearbeitung wird intensiv geübt. Auch sind die Professoren sehr kompetent und persönlich sehr nett. Insgesamt herrscht ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Besonders gut finde ich auch die Möglichkeiten sich außeruniversitär in diversen Vereinigungen, Clubs sowie im Studierendenparlament und Studierendenparteien zu engagieren. Die Ausstattung der Räume und des Computerpools sind auch sehr gut.

Schade ist, dass es zu wenig Räume für die Masse der Studenten gibt.

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