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Jura-Studium an der Uni Speyer

Kurzcheck

  • Dreimonatiges Speyer-Semester als Ergänzungsstudium für Rechtsreferendare aus allen deutschen Bundesländern
  • Interföderales Studium, Rechtsvergleich mit Referendare aus allen Bundesländern möglich
  • Kurze Studienzeit
  • Sehr praxisorientiert durch Lehrkräfte auch aus der Praxis (z.B. Landesübungsleiter)
  • Entsendung möglich während der Verwaltungspflicht-, Wahl- und/oder Anwaltsstation
  • Vertiefung der öffentlich-rechtlichen Kenntnisse für das Zweite Juristische Staatsexamen
  • Kleine Campus-Universität in der Rhein-Neckar-Metropolregion
  • Mehr als 40.000 Rechtsreferendarinnen und -referendare haben bislang ihre Ausbildung in Speyer ergänzt durch das „Speyer-Semester“
  • Speyer-Semester ist allgemein anerkannt

Kontakt

Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Freiherr-vom-Stein-Straße 2
67346 Speyer
T: 0 62 32 – 654-0

Schwerpunkte

1. Verwaltungswissenschaft

  • Allgemeine „innere“ Verwaltung (Haushalt, Finanzen, Personal)
  • Aktivitäten der Verwaltung nach außen (Infrastruktur, Verkehr)
  • Europäisches Verwaltungsrecht (4 Professuren)
  • Digitalisierung in der Verwaltung (befindet sich in der Entwicklung)

2. Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Organisation, Personal, Europäische Beziehungen

Staatl. Pflichtfachprüfung

keine

Erste jur. Prüfung

Voraussetzung für die Zulassung zum Ergänzungsstudium

NC

Keinen NC

Fakten

Studierende: max. 440 pro Semester (nur im Ergänzungsstudium)
Hauptamtliche Professoren: 19
Honorarprofessoren: 24
Wiss. Mitarbeiter: 43

Jura studieren in Speyer - Dom
Jura studieren in Speyer - Dom

Die juristische Fakultät in Speyer

Die Studienbedingungen sind hervorragend: Die Universität ist - von der schwachen Klimaanlage der Bibliothek abgesehen - technisch sehr gut ausgestattet. Und für Alumni einer Massenuniversität ist die familiäre Atmosphäre auf dem Campus in Speyer mit nur rund 300 Studierenden eine ganz neue Erfahrung. An einer derart kleinen Universität ist man eben nicht nur eine Nummer: Bisweilen wird man vom freundlichen Bibliothekspersonal namentlich angeredet. 

Studienangebote

Mindestens genauso vielfältig wie die Möglichkeiten sozialer Zusammenkunft ist das fachliche Programm. Es ist interdisziplinär ausgerichtet und bietet hervorragende Möglichkeiten, sich mit weniger juristisch angehauchten Themen zu befassen. Dem Referendar wird bei der Belegung der Kurse weitgehend freie Hand gelassen. Neben Veranstaltungen mit starkem politik-, wirtschafts- oder sozialwissenschaftlichen Hintergrund gibt es auch Sprachkurse. Kurzum: Das, was man während des Studiums womöglich nur extra-curriculär und mit erheblichem Zusatzaufwand belegen konnte, kann man in Speyer zum Teil des Pflichtprogramms machen.

Der Blick über den Tellerrand ist nicht zwingend: Wer sich vorwiegend auf das Examen vorbereiten will, findet auch dafür ideale Bedingungen vor. Einerseits gibt es speziell darauf abgestimmte Veranstaltungen. Andererseits überzeugen die Länder-AGs: "Die Landesübung fand bei uns als Kleinstgruppe zu dritt statt - dafür würde man im Rep viel Geld zahlen!", erinnert sich Alumna Isabelle Fried. 

Das "Speyer-Semester" kann sowohl in der Verwaltungs-, als auch in der Rechtsanwalts- oder Wahlstation absolviert werden. Wer ehrgeizig ist und seine Kurse entsprechend legt, kann es sogar zum vorgezogenen Teil eines dem Referendariat nachfolgenden verwaltungswissenschaftlichen Aufbaustudiums machen. Der Vorteil: Für dessen erfolgreichen Abschluss und damit den Erwerb des Mag. rer. publ. muss nur noch ein weiteres Semester studiert werden.

Studentenleben in Speyer

An der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften wird gern gefeiert. Die erste Partyeinladung erreicht Neu-Studenten schon vor Beginn der Station mit den Semesterunterlagen. Geladen wird zur "Übergabeparty", mit der das Vorsemester die Neuankömmlinge noch vor dem Vorlesungsstart begrüßt. Und die Referendare eines oder mehrerer Bundesländer laden jeden Mittwochabend zu einer Mottoparty ein.

Die Feste sind allerdings nicht das Einzige, was die Referendarstation in sozialer Hinsicht zu bieten hat. So richten die Studierenden für fast alle gängigen Sportarten Gruppen ein, in denen man sich gemeinschaftlich fit halten kann. Das Kulturreferat organisiert diverse Exkursionen von der Weinprobe bis zum Besuch des BGH im nahe gelegenen Karlsruhe. Die gute Laune steckt auch Skeptiker an. So berichtet Alumnus Steffen Frey, dass er trotz anfänglicher Misstrauens gegenüber den Partys und einigen Kommilitonen letztlich fast wehmütig Abschied von Speyer genommen hat.

Speyer Pilgerfigur und Dom
Speyer Pilgerfigur und Dom

Kultur & Freizeit in Speyer

Speyer ist eine beschauliche kleine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern. Der östlich an die Stadt grenzende Rhein lädt zum Spaziergang, und Badewillige wissen die Seen im Norden der Stadt zu schätzen. Und auch wenn die Maximilianstraße weder mit dem Kurfürstendamm in Berlin, noch mit der Kaufingerstraße in München mithalten kann, so strahlt der Innenstadtbereich mit seinen vielen engen Gassen doch einen ganz eigenen Charme aus.

  • Bildnachweis: Uni Speyer (Logo); Claus Ableiter, wikimedia (Header); Adobe Stock (Dom: pixs:sell; Pilger: Sina Ettmer)