Wie lange dauert ein Jura-Studium?

Die Dauer eines Jura-Studiums hängt nicht nur davon ab, wie viel Gas ihr gebt und ob ihr den Freiversuch nutzt. Sehr großen Einfluss hat auch der Uni-Standort. Am schnellsten waren 2018 die Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern, sie benötigten bis zum erfolgreichen Abschluss des ersten Staatsexamens im Schnitt "nur" 10 Semester. Im Saarland hingegen dauerte das Jura-Studium über drei Semester länger. 

Jetzt könntet ihr sagen: Im Saarland gibt es nur eine Jura-Uni, in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls - das sind statistische Ausreißer. Aber auch in den Flächenländern sind die Unterschiede teils erheblich. In Baden-Württemberg sind die Studierenden beispielsweise 1,7 Semester schneller als in Niedersachsen. Auch die Entwicklung in den Bundesländern ist unterschiedlich. Während Baden-Württemberg die Studiendauer im letzten Jahrzehnt um ein Semester reduzieren konnte und seit einigen Jahren konstant bei 10 Semestern hält, ist sie in anderen Niedersachsen oder dem Saarland im selben Zeitraum um 2 Semester gestiegen. Wenn ihr also Wert auf ein schnelles Studium legt, dann seid ihr im Südwesten der Republik gut aufgehoben. 

Die genauen Werte für Euer Bundesland könnt ihr dem folgenden Chart entnehmen. Der dunkle Balken zeigt den Durchschnittswert, der helle den Median. Und da wir uns bewusst sind: "juris non calculat", noch der Hinweis: Beim Durchschnitt wurden die Studiendauern aller Studenten addiert und durch Zahl der Studierenden geteilt. Der Median ist die Dauer, die 50% der Studierenden überschreiten und 50% unterschreiten. Während der Durchschnittswert z.B. durch Langzeitstudierende verzerrt werden kann, ändert sich der Median durch statistische Ausreißer nicht (mehr Info).

Quelle: Ausbildungsstatistiken des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz